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Das Institute for Urban Strategies der Mori Memorial Foundation in Tokio veröffentlicht alljährlich die Werte des Global Power City Index (GPCI). Der Index bewertet die Anziehungskraft von mehr als 40 Weltgroßstädten für Personen und Firmen anhand von 6 Sub-Indikatoren, die wiederum in 3 - 6 Teilbereiche gegliedert sind. Für jeden Teilbereich können maximal 100 Punkte erreicht werden:
Sub-Indikatoren des GPCI | max. Punktzahl (als Vielfaches von 100 P.) | Beispiele für Teilbereiche |
Wirtschaft (6 Teilbereiche) – Economy | 6 | Größe und Attraktivität des Marktes, Rahmenbedingungen für Unternehmen |
Forschung / Entwicklung (F & E; 3 Teilbereiche) | 3 | Akademische Ressourcen, Rahmenbedingungen für Forschung, Innovationskraft |
Kultur (5 Teilbereiche) – Cultural Interaction | 5 | Angebot an Sehenswürdigkeiten und Kulturstätten, Trendsetting-Potenzial |
Lebensqualität (5 Teilbereiche) - Livability | 5 | lokale Lebenshaltungskosten, Sicherheit, Arbeitsumfeld |
Umwelt (3 Teilbereiche) - Environment | 3 | lokale Umweltpolitik, Luftqualität und Ortsklima |
Erreichbarkeit (4 Teilbereiche) - Accessibility | 4 | Fluganbindung, Ausbaustand und Qualität des innerstädtischen Transportnetzes |
Der maximale Punktwert für die sechs genannten Sub-Indikatoren variiert zwischen 300 Punkten (maximale Punktzahl für „F & E“ sowie für „Umwelt“) und 600 Punkten (maximale Punktzahl für „Wirtschaft“). Der GPCI wird dann durch einfache Addition der sechs Werte berechnet.
Die sechs Sub-Indikatoren gehen demnach mit unterschiedlichen Gewichten in den Gesamtindex ein: Das Gewicht des Bereichs „Wirtschaft“ beträgt 6/26 (entspricht 23,1 %), das von „Kultur“ und „Lebensqualität“ je 5/26 (19,2 %), das von „Erreichbarkeit 4/26 (15,4 %) und das von „F & E“ sowie „Umwelt“ je 3/26 (11,5 %). Auf eine Wiedergabe der Werte für die sechs Sub-Indikatoren wurde hier verzichtet – man findet sie aber unter
https://stat.iks-hagen.de/app/gpci/ (dort unter „Daten“).
Es werden GPCI-Werte und die Werte von vier Varianten des GPCI für 28 Weltstädte visualisiert und verglichen. Die Varianten unterscheiden sich vom GPCI der Mori Foundation durch eine veränderte Gewichtung der sechs Sub-Indikatoren:
Global Power City Index GPCI und Varianten | Sub-Indikatoren und ihre Gewichtung (maximal erreichbare Punktzahlen als Vielfaches von 100) | Global Power City Index und Varianten(maximal erreichbare Punktzahl als Vielfaches von 100) |
Wirtschaft | F & E | Kultur | Lebensqualität | Umwelt | Erreichbarkeit |
GPCI | 6 | 3 | 5 | 5 | 3 | 4 | 26 |
GPCI-Variante 1 | 4 | 4 | 4 | 6 | 5 | 3 | 26 |
GPCI-Variante 2 | 4 | 5 | 4 | 6 | 5 | 2 |
GPCI-Variante 3 | 5 | 4 | 4 | 5 | 6 | 2 |
GPCI-Variante 4 | 5 | 3 | 4 | 6 | 6 | 2 |
Mit der interaktiven Visualisierung des GPCI und der obigen Varianten soll illustriert werden, dass bei Indikatoren, die sich aus mehreren Sub-Indikatoren zusammensetzen, die Gewichtung der Komponenten das Ergebnis für den Gesamtindex beeinflussen kann.
Bei der Berechnung der Indexwerte für die Varianten des GPCI werden ebenfalls die Werte der sechs Sub-Indikatoren addiert. Dabei werden allerdings die Werte derjenigen Sub-Indikatoren, deren Gewicht gemäß obiger Tabelle verändert wurde, in gleicher Weise linear transformiert. Wird etwa bei Variante 1 das Gewicht für „Umwelt“ um zwei Drittel erhöht (Multiplikation des Ausgangsgewichts mit 5/3) und das Gewicht für „Erreichbarkeit“ um ein Viertel abgesenkt (Multiplikation des Ausgangsgewichts mit 3/4), so werden vor der Addition der 6 Teilindexwerte die 28 Werte für „Umwelt“ mit dem Faktor 5/3 multipliziert und die für „Erreichbarkeit“ mit dem Faktor 3/4.
Wenn Sie den Button „GPCI und GPCI-Variante“ aktivieren, können Sie den Effekt einer Veränderung der Gewichtung von Sub-Indikatoren direkt sehen.
In der Voreinstellung sind die Städte alphabetisch sortiert. Die Indexwerte lassen sich dann nach absteigender Größe sortieren. Über den Button „Daten“ gelangt man zur Datenquelle.